Die meisten Halter kaufen die Hütte eine Nummer zu groß, damit der Hund „genug Platz“ hat. Genau das macht sie im Winter kalt. Bei der Frage, wie groß eine Hundehütte sein muss, geht es deshalb um zwei Grenzen: groß genug, dass dein Hund sich bewegen und ausgestreckt liegen kann, und klein genug, dass er den Raum mit seiner eigenen Wärme heizt. Hier findest du die richtige Hundehütte-Größe für deinen Hund, mit Faustregeln, Tabelle nach Rasse und den Vorgaben der Tierschutz-Hundeverordnung.
Wie groß muss eine Hundehütte sein? Gesetz und Faustregeln
Für Hunde, die im Freien gehalten werden, gibt die Tierschutz-Hundeverordnung keine Zentimeter vor, aber zwei Bedingungen. Nach § 4 Abs. 2 TierSchHuV muss die Schutzhütte aus wärmedämmendem und gesundheitsunschädlichem Material bestehen, und der Hund muss trocken darin liegen können. Weiter heißt es: „Sie muss so bemessen sein, dass der Hund 1. sich darin verhaltensgerecht bewegen und ausgestreckt hinlegen kann sowie 2. den Innenraum mit seiner Körperwärme warm halten kann, sofern die Schutzhütte nicht beheizbar ist.“ Mehrere Veterinärämter ergänzen in ihren Merkblättern: Die Öffnung soll der Wetterseite abgewandt sein und nur so groß, dass der Hund ungehindert hindurchkommt.
Wenn du die Maße deines Hundes schon kennst: Die Hundehütte Holz Kiefer in fünf Größen deckt sehr kleine bis mittelgroße Hunde ab.
Für die Zentimeter gibt es nur Faustregeln, und die gehen auseinander:
- Innenlänge: Körperlänge von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz plus 10 % (Hundeo), plus 20 % (Hausjournal) oder plus 25 % (Hepper).
- Innenhöhe: Kopfhöhe im Stand plus 10 % (Hundeo), Schulterhöhe plus 20 % (Hausjournal) oder Schulterhöhe plus 50 % (Hepper). WebMD nennt als Obergrenze 50 % über der Gesamthöhe des Hundes.
- Breite: breiteste Stelle des Körpers plus 20 % (Hausjournal), bei Hepper so viel wie die Länge.
- Eingangshöhe: etwa drei Viertel der Schulterhöhe (WebMD, Hepper) oder das 0,8-Fache (Hausjournal).
Einig sind sich alle Quellen in einem Punkt: Eine zu große Hütte bleibt kalt. Für eine Hütte, in der dein Hund auch kalte Nächte verbringt, nimm das untere Ende der Spannen. Für einen reinen Schatten- und Regenplatz im Sommer darf es das obere sein.
Die Tabelle rechnet Innenhöhe (Schulterhöhe × 1,2 bis 1,5) und Eingangshöhe (× 0,75 bis 0,8) für das obere Ende der Rassestandards aus. Die Länge hängt von der Statur ab und steht deshalb in der letzten Spalte.
| Größenklasse | Beispielrasse (Schulterhöhe) | Innenhöhe ca. | Eingangshöhe ca. | Worauf es ankommt |
|---|---|---|---|---|
| Klein, kurzbeinig | Dackel (rund 20–23 cm) | 28–35 cm | 17–18 cm | Länge schlägt Höhe: Der Rumpf ist laut FCI-Standard 1,7- bis 1,8-mal so lang wie die Widerristhöhe. |
| Klein bis mittel | Beagle (33–40 cm) | 48–60 cm | 30–32 cm | Kompakte Hütte reicht, Länge nachmessen. |
| Groß | Labrador Retriever (54–57 cm) | 68–86 cm | 43–46 cm | Eingangsbreite am Brustkorb messen, nicht schätzen. |
| Groß | Deutscher Schäferhund (55–65 cm) | 78–98 cm | 49–52 cm | Rumpf 10–17 % länger als hoch, Rüden deutlich größer als Hündinnen. |
| Sehr groß | Berner Sennenhund (58–70 cm) | 84–105 cm | 53–56 cm | Viel Körpermasse, aber auch viel Raum zum Aufheizen. |
Die Schulterhöhen stammen aus den FCI-Rassestandards, beim Dackel aus Rasseportraits, weil der Standard ihn nach Brustumfang statt nach Höhe einteilt. Dein Hund kann davon abweichen. Miss ihn selbst.
So misst du deinen Hund und rechnest die Hütte aus
- Schulterhöhe messen: Hund steht gerade auf ebenem Boden, Maßband vom Boden bis zum höchsten Punkt der Schulterblätter (Widerrist).
- Kopfhöhe messen: vom Boden bis zum Scheitel bei entspannter Kopfhaltung. Die Innenhöhe muss darüber liegen, sonst kann er nicht aufrecht stehen.
- Körperlänge messen: von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz, ohne Rute. Plus 10 bis 25 % ergibt die Innenlänge. Beispiel: 80 cm Körperlänge ergeben 88 bis 100 cm.
- Liegefläche prüfen: Das Gesetz verlangt, dass er ausgestreckt liegen kann. Schau dir an, wie dein Hund schläft. Liegt er gern lang auf der Seite, muss eine Innenseite mindestens so lang sein wie er ausgestreckt mit Beinen. Rollt er sich ein, miss den Durchmesser im Liegen. Einfacher Trick: Miss sein Hundebett und gib einige Zentimeter dazu.
- Eingang festlegen: Höhe etwa drei Viertel der Schulterhöhe, Breite so, dass die breiteste Stelle (meist der Brustkorb) ohne Quetschen durchpasst. Den Kopf zieht der Hund beim Hineingehen ein.
- Innen- statt Außenmaße vergleichen: Wände, Dach und Boden kosten Zentimeter. Steht nur das Außenmaß in der Beschreibung, rechne innen deutlich weniger.
- Zwischen zwei Größen entscheiden: Bei ganzjähriger Nutzung im Zweifel die kleinere, solange Schritt 2 bis 4 erfüllt sind.
Welche Hütte zu welchem Hund passt
Für die Größenwahl zählen drei Ausstattungsmerkmale: das Material (dämmt es?), die Abstufung der Größen und die Eingangsmaße.
Hundehütte Holz mit grünem Dach – 5 Größen, massives Kiefernholz
Fünf Größen von 65 x 65 bis 159 x 120 cm: Du nimmst die Hütte, die zu deinem Hund passt, statt einer, die er nicht warm bekommt.
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Sehr kleine bis mittelgroße Hunde: Die Kiefernholz-Hütte gibt es in 65 x 65 x 61,5 cm für sehr kleine Hunde, in 96 x 60,5 x 87 cm und 96 x 87 x 80,5 cm für kleine Hunde bis etwa 35 bzw. 40 cm Schulterhöhe, in 143 x 60,5 x 109 cm als lange, hohe Bauform und in 159 x 120 x 88,5 cm für mittelgroße Hunde bis etwa 50 cm. Das sind Außenmaße. Für einen Normalteckel kann die kleinste Größe in der Länge knapp werden, miss nach. Wer eine kompakte Holzhütte für einen Beagle oder Westie sucht, findet sie als Hundehütte mit Satteldach 72 x 85 x 82 cm oder als wetterfeste Hütte aus imprägnierter Kiefer. Alle Größen im Vergleich zeigt die Seite Hundehütten, Modelle für die Wohnung stehen unter Hundehütte für drinnen.
Große Hunde: Hier wird unser Sortiment dünn, und das sagen wir offen. Die Hundehütte groß 116,5 x 103 x 81,5 cm aus verzinktem Stahl (auch 153 cm tief) ist für Hunde bis etwa 60 cm Schulterhöhe gedacht, also Labrador oder Golden Retriever. Stahl dämmt aber nicht. Ohne zusätzliche Dämmung erfüllt sie die Anforderung an eine wärmedämmende Schutzhütte nicht und taugt als Unterstand, nicht als Winterschlafplatz. Für einen Schäferhund-Rüden oder einen Berner Sennenhund ist sie mit 81,5 cm Außenhöhe zu niedrig, die Tabelle nennt für sie 78 bis 105 cm Innenhöhe.
Sehr große Hunde: Für Schäferhund-Rüden, Berner Sennenhund oder zwei große Hunde gibt es die begehbare Hundehütte XXL 214 x 153 x 181 cm mit 1,78 m Innenhöhe und einem 120 cm hohen Eingang. Auch sie ist aus verzinktem Stahl und dämmt nicht. Mit knapp 3 m² Innenfläche ist sie außerdem viel zu groß, um sie mit Körperwärme zu heizen. Sie ist ein Unterstand gegen Regen, Schnee und Sonne. Als Winterschlafplatz braucht sie innen eine gedämmte Liegefläche oder eine kleinere, passende Holzhütte. Eine dämmende Hütte aus Holz in dieser Größe haben wir derzeit nicht.
Unsere Metallhütten ohne Boden in fünf Größen sind für kleine bis mittelgroße Hunde gedacht. Ihre Tür ist bei allen Größen nur 34 cm breit, für breitbrüstige große Rassen zu eng.
Was du beachten solltest
- Eingang weg vom Wetter: Die Öffnung zeigt von der Hauptwindrichtung weg. Die Winnipeg Humane Society empfiehlt, die Tür zur Seite zu versetzen, damit der Hund nicht direkt vor der Öffnung liegt, und sie mit einem Windvorhang zu schließen. Eine Hütte mit Vorraum folgt demselben Prinzip: Der Schlafplatz liegt aus dem Luftzug heraus.
- Erhöhter Boden: Die Hütte sollte nicht direkt auf der Erde stehen, so das Veterinäramt Erlangen-Höchstadt. Ein paar Zentimeter auf Platten, Kanthölzern oder einer Palette halten Bodenkälte und Staunässe ab.
- Zu groß lässt sich nur begrenzt retten: Dicke Strohschicht und ein Vorhang verkleinern den Luftraum, ersetzen aber nicht die passende Größe.
- Die Hütte allein reicht nicht: § 4 Abs. 1 TierSchHuV verlangt bei Haltung im Freien zusätzlich einen witterungsgeschützten, schattigen und wärmegedämmten Liegeplatz außerhalb der Hütte.
- Im Zwinger gelten eigene Flächen: Welche Mindestflächen die Verordnung für Zwinger vorschreibt, steht im Ratgeber Hundezwinger Größe.
- Winter: Wie du eine passende Hütte dämmst und wann eine Heizung sinnvoll ist, liest du unter Hundehütte winterfest machen.
Häufige Fragen
Welche Hundehütte-Größe braucht ein Schäferhund?
Bei 55 bis 65 cm Schulterhöhe laut Standard ergibt die Faustregel rund 66 bis 98 cm Innenhöhe und 41 bis 52 cm Eingangshöhe. Die Innenlänge richtet sich nach der gemessenen Körperlänge plus 10 bis 25 %. Hündinnen kommen mit dem unteren, Rüden eher mit dem oberen Bereich aus.
Ist eine größere Hütte nicht einfach bequemer?
Nur im Sommer. Die Verordnung verlangt, dass der Hund eine unbeheizte Hütte mit seiner Körperwärme warm halten kann. Jeder überflüssige Kubikzentimeter muss mitgeheizt werden.
Wie groß muss der Eingang sein?
So groß, dass der Hund ungehindert durchkommt, nicht größer. Als Richtwert gilt etwa drei Viertel der Schulterhöhe, die Breite richtet sich nach dem Brustkorb.
Reicht die Hütte, wenn mein Hund nur tagsüber draußen ist?
Für die Größe ändert das wenig, für die Ausstattung schon: Für ein paar Stunden im Garten genügt ein Unterstand mit Schatten. Wer seinen Hund im Freien hält, braucht nach § 4 TierSchHuV eine wärmedämmende Schutzhütte und zusätzlich einen Liegeplatz außerhalb.
Alle Hütten mit ihren Maßen findest du unter Hundehütten, Zwinger und Freilaufgehege unter Hundezwinger.